Ausgangssituation
Ein Reihenmittelhaus in Koblenz-Metternich, Baujahr 1978, hatte über Jahrzehnte ein bestehendes Flachdach mit einlagiger Bitumenschweißbahn aus den 1990er Jahren. Nach dem außerordentlich regenreichen Herbst 2023 zeigten sich deutliche Feuchteschäden an der Dachgeschossdecke: Ein Schaden, der ohne rasches Handeln die Holzkonstruktion gefährdet hätte.
Diagnose
Unsere Diagnose per elektrischer Leckageortung (ELO-Messung) zeigte zwei Schadstellen: Eine im Bereich des Dachabflusses sowie eine an der Anschlussfolie zur Attika. Die bestehende Dämmschicht (Mineralwolle, durchnässt) musste vollständig erneuert werden.
Sanierung
Da der Untergrund (Beton) in gutem Zustand war, entschieden wir uns gegen eine Volldemontage und führten eine Aufdachdämmung mit anschließender Neuabdichtung durch:
- Entfernung der alten, durchfeuchteten Mineralwolle-Dämmung
- Trocknung des Betonuntergrundes (Kontrolle mit Feuchtemessgerät)
- Verlegung von PIR-Hartschaum (WLG 022, 12 cm) mit Dampfsperrbahn
- Erneuerung der Dachabläufe (DN 125, mit Rückstauflansch)
- Installation eines Notüberlaufs an der Attika (DN 75)
- Zweilagige Bitumenschweißbahn (Glas-Vlies-Trägerbahn + Polyester-Trägerbahn)
- Ausbildung aller Anschlüsse an Attika, Durchdringungen und Dachaufbauten
Ergebnis
Nach der Fertigstellung führten wir eine Wasserstandprüfung durch — das Dach ist vollständig dicht. Der Eigentümer profitiert von einer verbesserten Wärmedämmung (U-Wert von 0,74 auf 0,19 W/m²K) und einer neuen Abdichtung mit 25+ Jahren Lebensdauer.
Die gesamten Arbeiten dauerten 4 Arbeitstage. Das Haus war während der gesamten Sanierung bewohnbar.