Ausgangssituation
Ein Zweifamilienhaus der Baujahre 1930 in der Neuwieder Innenstadt hatte eine stark verwitterte Putzfassade an der schlagregenexponierten Westseite. Nach jahrelangen Feuchteeintritten ins Mauerwerk entschied sich der Eigentümer für eine nachhaltige Lösung: eine hinterlüftete Fassadenverkleidung aus Naturschiefer, die dem historischen Charakter des Gebäudes entspricht.
Planung
Die Besonderheit des Projekts lag in der Abstimmung mit dem Stadtbild Neuwied: Das Gebäude liegt im Innenstadtbereich, wo das Stadtgestaltungsrecht besondere Anforderungen an Fassadenmaterialien stellt. Nach Rücksprache mit dem Bauordnungsamt Neuwied wurde Neusilber-Schiefer aus Portugal (Formatschiefer 30 × 20 cm) als passendes Material genehmigt.
Ausführung
Die Ausführung erstreckte sich über 8 Arbeitstage:
- Gerüstaufbau an der Westfassade
- Entfernung des alten Außenputzes im Schadensbereich (ca. 60 m²)
- Trocknung des Mauerwerks und Sanierung der Risse
- Montage der Holzunterkonstruktion mit 4 cm Hinterlüftungsebene
- Befestigung der Schieferplatten in handwerklicher Deckung (Deutsche Deckung)
- Ausbildung der Fenstereinfassungen mit Zinkblech
- Dachanschlüsse: neues Ortgangblech und Wandanschlussstreifen aus Titanzink
Ergebnis
Die neue Schieferfassade schützt das Mauerwerk dauerhaft vor Schlagregen und fügt sich harmonisch ins Stadtbild ein. Der Eigentümer ist von der Optik und Qualität begeistert — und die Feuchteschäden im Innenbereich sind vollständig beseitigt.
Naturschiefer-Fassaden haben eine Lebensdauer von 50 bis 80 Jahren und benötigen kaum Pflege — eine Investition, die sich über Jahrzehnte rechnet.